Identitätstherapie

Wer bin ich?
Was will ich?

Jeder von uns möchte ein selbstbestimmtes Leben führen, eine gute Partnerschaft, ein gutes soziales Netz erleben; sich aufgehoben in der Welt und in Beziehungen fühlen. Sehr häufig führen wir aber nicht das Leben, was wir möchten: Oft sind unsere Entscheidungen von Angst und Vermeidung geprägt.

 

– Wir fühlen uns nicht oder kaum im eigenen Körper, fühlen uns wertlos oder den eigenen Gefühlen ausgeliefert

– Wir leiden an Antriebslosigkeit, innerer Unruhe, Anspannung, seelischen oder chronischen körperlichen Krankheiten oder Symptomen

– Wir erleben Beziehungen als bedrohlich oder leben in ständiger Angst verlassen zu werden oder finden keinen Partner. Unsere Sexualität ist blockiert.

– Wir stellen uns selbst mehr als als alles andere in Frage oder nehmen uns umgekehrt aus der Verantwortung für uns selbst: Die Anderen da draußen sind Schuld, was wir erleiden.

– Wir definieren uns über Identifizierungen (mein Auto, mein Haus, meine Marke, meine Leistung..), weil wir keine eigene Identität entwickelt haben.

Falsche Glaubenssätze und alte Ohnmachten aus Kindertagen lassen uns überholte zwanghafte Muster im Verhalten wiederholen und verhindern neue Wege im Hier und Jetzt. Der Kopf erkennt vielleicht noch die Lage: Ich muss mehr Sport machen, ich fühle mich so leicht angegriffen, ich esse zu viel Süßes, ich fühle mich unglücklich in meiner Beziehung, ich traue mich nicht …

Trotzdem können wir uns nicht wirklich steuern – im Verhalten scheinen wir wie zubetoniert, wir können nicht anders und machen morgen die gleichen Fehler wie heute, obwohl wir sie erkennen. Wie kommt es dazu?

Trauma = Verletzung

Wir vermeiden erneute Verletzungen: Nie wieder wollen wir in eine so hilflose Situation geraten, wie in einer ursprünglich traumatischen Situation, als wir uns nicht selbst helfen konnten und ausgeliefert waren. Zum Schutz vor Überforderung werden Anteile der Persönlichkeit abgespalten, zu denen man bewusst keinen Zugang mehr hat: Wir versuchen einfach, neue schlimme Situationen zu vermeiden und wie damals einfach nur zu überleben- mit allen Strategien, die wir erfinden können.

Heftige Auslöser wie Unfälle, Kriegserlebnisse, plötzliche Verlusterfahrungen verstehen viele als Trauma; doch auch körperliche und seelische Misshandlungen oder emotionale Vernachlässigung wirken traumatisierend.
Brauchen wir heute z-B Hilfe, können wir sie nicht annehmen, weil wir nie wieder in die gleiche Hilflosigkeit kommen wollen wie damals, als wir abhängig waren von der Zuwendung der Eltern oder anderer Bezugspersonen und keine Hilfe bekommen haben. Im weiteren Leben hindern uns solche Überlebensmechanismen an einem gesunden selbstbestimmten Leben: Wir entscheiden aus den alten Kind- und Trauma-Erfahrungen heraus und nicht aus unserer eigenen gesunden Mitte im Hier und Jetzt. Wir fühlen uns fremdbestimmt und unsicher in unserem Verhalten und Erleben.

Identitätstherapie

Die identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT) nach Prof. Franz Ruppert ermöglicht, tief in sein eigenes Inneres zu sehen. Jeder, der sich dieser Methode anvertaut, kommt in seinem eigenen Tempo mit verdrängten oder unbewussten Ereignissen in Kontakt, die bislang eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung verhindert haben: Durch das Erkennen der Zusammenhänge kann der Klient seine Entwicklung  und heutiges Verhalten besser verstehen und neu verarbeiten. Dabei vollzieht sich ein tiefgreifender Veränderungsprozess in seiner Psyche. Die Überlebensstrategien verlieren ihre Macht, der Klient handelt nach und nach nicht mehr aus seinen unbewussten oder auch bewussten Ängsten und Vermeidungsstrategien, sondern aus seiner ihm eigenen gesunden psychischen Struktur. Es werden nachhaltige Veränderungen im Leben möglich.

 

Der Klient bestimmt sein Thema und das Tempo
Für eine zielorientierte, selbstverantwortliche therapeutische Arbeit ist es wichtig, dass der Klient mit einem spezifischen Anliegen zum Termin kommt. Es drückt seinen Wunsch nach Veränderung, die Blockierung aber auch die Lösung des Problems aus. Auch verdrängte Erinnerungen, die im Unbewussten abgespeichert sind, können so dem Bewusstsein wieder zugänglich gemacht werden. Das gilt sogar für vorgeburtliche Erfahrungen im Mutterleib. Das Anliegen formuliert der Klient selbst in einem Satz, ggf. kann es auch ein Bild oder Zeichen sein.

Ablauf

In meiner Praxis läuft eine Aufstellung (ca Dauer: 1-1,5 Stunden) so ab: Der Klient bringt einen Satz mit, der das momentanes Anliegen gut ausdrückt, das kann wirklich alles sein. ( z.B. „Ich möchte gut schlafen“; oder „Warum fühle ich keine Freude“, „Ich möchte schmerzfrei sein“)  Es können auch eigene Aspekte, die den Klient stören, Thema sein oder Beziehungen, das entscheidet allein der Aufstellende. In Resonanz mit den inneren Anteilen kommen dann die unbewussten und verdrängten Vorgänge ans Licht und können überhaupt erst einmal erkannt werden (z.B kann hinter dem Wort „Freude“ eine riesengroße Traurigkeit stehen – warum, liegt meist lang zurück und fällt dann meistens selbst ein über Erinnerungen oder bekannte Gefühle aus der Kindheit) – dann wird klarer, warum man sich heute im Hier und Jetzt nicht richtig freuen kann. Das, was als „vorbei“ erkannt ist von der Seele, kann auch geändert und integriert werden. In der Aufstellung kommt der Klient über Resonanzvorgänge in tiefe emotionale Prozesse oder erhält auf einer eher kognitiven Ebene neue Erkenntnisse und Verständnis über sich selbst. Dazu muss außer Wahrnehmen und Fühlen recht wenig getan werden. Schritt für Schritt kann so die eigene Identität wachsen und gesunden.

Einzelaufstellung

Der Satz wird aufgeschrieben und für jedes Wort ein Bodenanker (farbige Matte) gelegt, auf dem der Klient und /oder ich mit diesem Wort in Resonanz geht, hinter jedem Wort steckt ein innerer Anteil des Aufstellenden; Meist erkennt der Klient selbst die Zusammenhänge und kommt über das Fühlen zu dem alten abgespaltenen Schmerz.  Diesen Prozess begleite ich behutsam und im Tempo des Klienten.

Gruppenaufstellung

Auch hier wird das Anliegen aufgeschrieben. Der Klient wählt dann für das jedes Wort intuitiv einen Stellvertreter für sein Anliegen aus der Gruppe aus. In Resonanz mit den inneren Anteilen geben die Informationen der Stellvertreter ein differenziertes Bild der momentanen psychischen Struktur des Menschen, der für sich arbeitet. Seine gesunden psychischen Anteile werden ebenso sichtbar wie seine traumatisierten Anteile und seine Trauma-Überlebensstrategien. Die Aufstellungen finden in Kleingruppen (ca. 5 – 10 Teilnehmer) statt.

 

Termine 2019:
Sonntag 13. Januar 10 – 18 Uhr
Sonntag 17. Februar 10 – 18 Uhr
Sonntag 24. März 10 – 18 Uhr
Sonntag 28. April 10 – 18 Uhr
Sonntag 26. Mai 10 – 18 Uhr
Sonntag 30. Juni 10 – 18 Uhr
Sonntag 18. August 10 – 18 Uhr
Sonntag 22. September 10 – 18 Uhr
Sonntag 27. Oktober 10 – 18 Uhr
Sonntag 1. Dezember 10 – 18 Uhr

Kosten
Teilnahme am Seminar incl. eigener Aufstellung: 130 €
Einzel-Aufstellung: 130 € (ca 1- 1,5 h), 160 € (2 h)
Stellvertreter in Aufstellungen: 30 €

Die Aufstellungsplätze sind begrenzt, eine rechtzeitige Anmeldung ist daher empfehlenswert.

Anmeldung telefonisch oder schriftlich unter: 06131/919 64 08 oder info@naturheilpraxis-hnc.de